Dortmund weltweit

In vielen Gemeinden und im Kirchenkreis Dortmund findet ökumenische Gemeinschaft lebendigen Ausdruck in regelmäßigem Austausch und Projekten mit kirchlichen Partnern in aller Welt. Immer wieder besuchen deshalb auch Delegationen des Kirchenkreises die Partnerkirchen in anderen Ländern. Hier gibt’s die Berichte live von unterwegs.

Aktuelle Beiträge

Collection from Bolenge

13. Oktober, 2021|Allgemein, Bolenge / DR Kongo, Bolenge Blog DRK|

by Pastor Bernd Hühmer

When the congregations of our partner church Bolenge in the Democratic Republic Congo are asking for donations in their services, no collection bag is passed through the rows, and there is no one with a basket at the exit.

No, the collection is an important part in the middle of the service: the visitors come to the front singing and dancing and put their gifts, often pennies, in various boxes or baskets.

Each of these baskets stands for a different donation purpose: one is collected for the choirs of the community, in the next for youth or women’s work. There is a basket for paying the pastor and one for the new church roof. Sometimes 8 – 10 baskets are held up at a church service collection, and people decide for themselves what they consider particularly important and with how much money they want to support something. There are no church taxes in the Congo, and the congregations finance their work and their pastors mainly through this worship collection.

Now something happened in spring that I have not experienced in the 20 years of my partnership contacts to Bolenge: On a Sunday in April, another collection basket appeared in all services of the church district Bolenge, on which it said „Corona in Dortmund“. And not much later we received the news from our partners that 155 dollars had been collected in their church services for the corona victims and their families here in Dortmund. The fact that we donate money for projects in Bolenge and for the ambulance boat goes without saying. After all, it is God’s command that the one who has gives of what he has to those who need it. But that those who have nothing donate to those who live in abundance, that is not written anywhere.

That’s why this collection in the jungle was a strong sign for me: On one hand, I was touched and also a bit ashamed, because the money that was collected for us in Bolenge is missing elsewhere. On the other hand, I thought: This is real partnership! Partnership in which one is really interested in the other, in which one lives together and prays for each other, in which one stands by each other and helps each other in times of need.

Our partners had heard and seen in the winter how high the number of Covid-19-infections was in Germany and how many people died in the intensive care units. They wanted to help – despite the unfair worldwide distribution of vaccines, of which the Congo has hardly seen anything until today. But no matter: This was about something completely different, a signal of closeness and solidarity from Africa to Europe, from Bolenge to Dortmund!

We have now forwarded the 155.- Dollar to the homeless help of the Diakonie. The money will benefit people who have been particularly affected by the pandemic and who are dependent on a meal, social contacts and warming protection. I think that this use of the collection from the jungle is in the interest of our partners.

 

 

 

Kollekte aus Bolenge

11. Oktober, 2021|Allgemein, Bolenge / DR Kongo, Bolenge Blog De|

Von Pfarrer Bernd Hühmer

Wenn in den Gottesdiensten unserer Partnerkirche Bolenge im Kongo gesammelt wird, dann geht kein Klingelbeutel durch die Reihen, und es steht auch niemand mit einem Körbchen am Ausgang.  

Nein, die Kollekte ist ein wichtiger Bestandteil mitten im Gottesdienst: Die Besucherinnen und Besucher kommen singend und tanzend nach vorne und legen ihre Gaben, oft Pfennigbeträge, in verschiedene Kisten oder Körbe.  

Jeder dieser Körbe steht für einen anderen Spendenzweck: In einem wird gesammelt für die Chöre der Gemeinde, in dem nächsten für die Jugend- oder Frauenarbeit. Es gibt einen Korb für die Bezahlung des Pastors und einen für das neue Kirchendach. Manchmal werden bei einer Gottesdienstkollekte 8-10 Körbe hochgehalten, und die Menschen entscheiden selbst, was sie für besonders wichtig halten und mit wie viel Geld sie etwas  unterstützen möchten. Es gibt keine Kirchensteuern im Kongo, und die Gemeinden finanzieren ihre Arbeit und ihre Pfarrer zum größten Teil über diese Gottesdienstkollekte. 

Nun ist im Frühjahr etwas passiert, was ich in den 20 Jahren meiner Partnerschaftskontakte nach Bolenge noch nicht erlebt habe: An einem Sonntag im April tauchte in allen Gottesdiensten des Kirchenkreises Bolenge ein weiterer Kollektenkorb auf, auf dem stand „Corona in Dortmund“. Und nicht viel später erhielten wir von unseren Partnern die Nachricht, dass in ihren Gottesdiensten 155.- Dollar für die Coronaopfer und ihre Familien hier in Dortmund gesammelt worden sind.  

Dass wir Geld für Projekte in Bolenge und für das Ambulanzboot spenden, war und ist selbstverständlich. Es ist schließlich Gottes Gebot, dass der, der hat, abgibt von dem, was er hat, an die, die es bitternötig haben. Aber dass die, die nichts haben, abgeben an die, die im Überfluss leben, das steht nirgendwo geschrieben. 

Darum war für mich diese Kollekte im Urwald ein starkes Zeichen: Einerseits war ich gerührt und auch ein bisschen beschämt, denn das Geld, das in Bolenge für uns gesammelt wurde, fehlt dort an anderer Stelle. Andererseits aber dachte ich: Das ist echte Partnerschaft! Partnerschaft, in der sich der eine für den anderen wirklich interessiert, in der man miteinander lebt und füreinander betet, in der man einander beisteht und sich gegenseitig hilft in der Not.  

Unsere Partner hatten im Winter gehört und gesehen, wie hoch die Inzidenzzahlen in Deutschland waren und wie viele Menschen auf den Intensivstationen gestorben sind. Sie wollten helfen – trotz der ungerechten weltweiten Verteilung der Impfstoffe, von denen der Kongo bis heute kaum etwas gesehen hat. Aber egal: Hier ging es um etwas ganz anderes, ein Signal der Nähe und der Solidarität von Afrika nach Europa, von Bolenge nach Dortmund! 

Wir haben die 155.- Dollar mittlerweile weitergeleitet an die Wohnungslosenhilfe der Diakonie in Dortmund. Das Geld kommt nun Menschen zu Gute, die besonders betroffen sind von der Pandemie und die angewiesen sind auf eine Mahlzeit, auf soziale Kontakte und auf wärmenden Schutz. Ich denke, dass diese Verwendung der Kollekte aus dem Urwald im Sinne unserer Partner ist.  

Valuable Cargo

9. September, 2021|Allgemein, Bolenge / DR Kongo, Bolenge Blog DRK|

This morning a very valuable cargo landed in the Ecumenical Department of the Church District of Dortmund – 12 heavy folders archive material on the history of the ambulance boat project. It is the estate of the initiator of the project, Pastor Dorothea Philipps, who passed away in June 2021 at the age of 80.

We are very grateful and we are aware of the precious materials. We will take our time and certainly discover some special anecdote about the joint project between Dortmund and the church district bBlenge in the Democratic Republic of Congo.

Wertvolle Papiere

9. September, 2021|Allgemein, Bolenge / DR Kongo, Bolenge Blog De|

Heute vormittag ist eine für uns sehr wertvolle Fracht im Referat Ökumene des Kirchenkreises Dortmund gelandet – 12 schwere Ordner Archivmaterial zur Entstehungsgeschichte des Ambulanzboot Projektes. Es ist der Nachlass der Initiatorin des Projektes, Pfarrerin Dorothea Philipps, die im Juni diesen Jahres im Alter von 80 Jahren verstarb.

Wir sind sehr dankbar und wir sind uns der kostbaren Materialien bewusst. Wir werden uns Zeit nehmen und sicherlich die ein oder andere besondere Annekdote über das gemeinsame Projekt zwischen Dortmund und dem Kirchenkreis Bolenge in der Demokratischen Republik Kongo entdecken.