Über Carolin Daubertshäuser

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Theological College of Lanka

"Im Jahr 2018 haben wir im Rahmen unserer Delegationsreise das Theological College of Lanka besucht. Nun wurde ein neuer Direktor in sein Amt eingeführt. Seid dem 06.01.2020 ist Reverend Nadarajah Arulnathan neuer Direktor des Colleges. An diesem werden Pfarrer*innen der verschiedenen Konfessionen ausgebildet, so etwa die der Methodistischen Kirche Sri Lanka. Ich habe an dem Gottesdienst als Vertreterin des Kirchenkreises Dortmund teilgenommen und durfte unsere Glück- und Segenswünsche überbringen. Neben mir waren auch mehrere andere Vertreter*innen aus den verschiedenen Partnerschaften vertreten. Deshalb fand der Gottesdienst dreisprachig statt. Sinhala, Tamil, Englisch. Reverend Nadarajah war sehr begeistert über meine Partizipation. Er hat mich und zwei weitere deutsche Volunteers eingeladen für ein Wochenende in das College zu kommen und an den verschiedenen Programmen teil zu nehmen. Eine wunderbare Chance, welche wir hoffentlich wahrnehmen können.

2020-01-14T12:54:01+01:00Sri Lanka|

Weihnachten bei der Methodistischen Kirche in Sri Lanka

"In wenigen Tagen ist schon Weihnachten! Wie sehr sich hier die Traditionen doch unterscheiden. Dadurch, dass Sri Lanka ein buddhistisch geprägtes Land ist, ist Weihnachten hier nicht so präsent, wie bei uns in Deutschland. Gefeiert wird es am 25.Dezember, und um sich darauf einzustimmen gibt es Weihnachtsfeiern in den verschiedenen Einrichtungen (z.B. Schulen, Altersheime, Sonntagschulen, Kindergärten etc.) und in jedem Bezirk einen Carol Service. Einen Gottesdienst, in dem Weihnachtslieder gesungen werden und Bibelstellen aus den Evangelien ausgelegt werden. Dekoriert sind die Kirchen, manche christlichen Läden und, wenn eine Familie etwas mehr Geld hat, dekoriert diese ihr Haus mit einem Weihnachtsbaum.

2019-12-20T13:19:38+01:00Sri Lanka|

Coventry und Oxford

Während unseres Salfordbesuchs haben wir eine Fahrt nach Oxford unternommen. Dabei war unser erster Stop in Coventry. Diese Stadt hat durch deutsche Bomber im Zweiten Weltkrieg  enorme Zerstörung und Leid erfahren. Wir besuchten die beeindruckende Ruine der alten Kirche, neben die später eine neue Kathedrale erbaut worden ist. Sie steht für Versöhnung auch mit den ehemaligen deutschen Gegnern und die Arbeit für Frieden in der Welt.

Die englische Identität oder Brexit und keine Ende

Zwölf Lüner*innen waren entsprechend dem 2-Jahresrythmus der Partnerschaft wieder in den Herbstferien zu Gast bei den englischen Freund*innen in Salford. Während der Begegnung sollte es vor allem um das Thema "Identität und Nationalität" gehen. Dabei war das Thema "Brexit" allgegenwärtig. Immer wieder war zu spüren, dass auch die Engländer*innen dieses Thema gar nicht mehr hören wollten und sich nach einer baldigen Lösung des Problems sehnten. Aufschlussreich war bei einem ersten Gespräch die Analyse des Wahlverhaltens beim Brexit-Referendum in Bezug auf das Alter und die soziale Stellung der Bevölkerung.

Alle Kinder lernen lesen

Wir besuchen eine Schule in Lilanga und bekommen bestätigt, was wir erwarten: Riesen große Klassen mit 40 bis 70(!) Mädchen und Jungen, die dicht gedrängt in Bankreihen sizend an die Tafel schauen. Frontalunterricht in Reinform. Aus dem Nachbarraum hören wir Kinder, die im Chor Zählen. Je älter die Kinder in den höheren Klassen werden, desto kleiner werden die Gruppen. In den Wahlbereichen wie BWL oder Schneiderei sitzen jeweils nur 4 Jugendliche.Was wir nicht wissen: 60 Kinder in einer Klasse ist auch im Kongo nicht normal!

Passkontrolle, Sicherheitskontrolle, Handy abgeben. „Bei wem haben Sie einen Termin?“

Dann betreten wir „deutschen Boden“. Kaum haben wir im Wartezimmer der Deutschen Botschaft in Kinshasa Platz genommen, werden wir schon in einen Konferenzraum geführt. Die Ausstattung zeugt von einer guten digitalen Vernetzung. Alle vorhandenen Computer sind mit Webcams ausgestattet. Der Stellvertretende Botschafter und sein Mitarbeiter sind erst seit August diesen Jahres in Kinshasa. Sie interessieren sich sehr für unsere Eindrücke aus Bolenge, Lilanga und Bobangi, da sie diese Orte selbst noch nicht besucht haben. Der Stellvertretende Botschafter ist besonders beeindruckt von dem Ambulanzboot. Während seiner gesamten bisherigen Tätigkeit in Afrika ist ihm kein vergleichbares Projekt untergekommen.

Aus den Augen aus dem Sinn

Wie groß mag er sein, der Haufen Plastikmüll, den wir selbst durch unseren Besuch in Bolenge hinterlassen haben? Diese Frage stellen wir uns, als wir an einem Stand mit in Plastiktüten verpackten Erdnüssen im Dorf Lilanga vorbei gehen: da wären zunächst die ca. 150 PET-Wasserflaschen mit dem Aufdruck „Canadian pure“, her geschifft aus Kinshasa. Dazu kommen Folien, die wir am Flughafen um die drei mitgeführten Wasserfilter wickeln mussten, damit sie in das Flugzeug durften. Weiter geht´s mit den Verpackungen für Instantkaffee und Milchpulver, für Seife, Zahnpasta und für Waschmittel zum Wäschewaschen. In dem von uns mitgebrachten nagelneuen Trikotsatz für die Mädchenmannschaft von Bolenge war jedes Shirt und jede Hose einzeln in Folie eingeschweißt. Wie ärgerlich! Diese Liste lässt sich noch beliebig weiterführen.

Fojan

Jean Paul Elombe (29) hat am "Institut supérieur de développement rural" in Mbandaka Umwelt und nachhaltige Entwicklung studiert. Momentan sucht er einen Job und macht ein sechsmonatiges Praktikum bei der Caritas. Trotzdem ist er sozial engagiert. Wir haben ihn kennen gelernt, als er in seiner Freizeit als Wächter unseres Gästehauses in Mabandaka auf uns und unsere sieben Sachen aufgepasst hat. Regelmäßig haben wir gesehen, dass er die Zeit auf dem Grundstück auch praktisch genutzt hat, um an einem Laptop zu arbeiten.

Geteilte Leidenschaft

Bei einem spontanen Spaziergang durch Bolenge bleibe ich, Hannah, vor einem Haus stehen. Auf Augenhöhe ranken grüne Blätter über ein findig konstruiertes Holzgerüst. Unter dem ca 1,5m x 4m großen Teppich aus kürbisähnlichen Blättern hängen große Früchte in der Luft. Was für eine tolle Idee - so werden Blätter und Früchte auch bei starkem Regen nicht matschig. Während ich noch grüble, ob die Pflanze eher eine Zucchini oder ein Kürbis ist, kommt der Gärtner Maître Mbokolo aus seinem Haus und schenkt mir kurzerhand zwei seiner tollen grünen Früchte. Er erzählt, dass er pensionierter Grundschullehrer ist und jetzt Gemüse anbaut. Nichts besonderes? Doch!