Unterwegs in der DR Kongo
Kollekte aus Bolenge
Wenn in den Gottesdiensten unserer Partnerkirche Bolenge im Kongo gesammelt wird, dann geht kein Klingelbeutel durch die Reihen, und es steht auch niemand mit einem Körbchen am Ausgang. Nein, die Kollekte ist ein wichtiger Bestandteil mitten im Gottesdienst: Die Besucherinnen und Besucher kommen singend und tanzend nach vorne und legen ihre Gaben, oft Pfennigbeträge, in verschiedene Kisten oder Körbe.
Valuable Cargo
This morning a very valuable cargo landed in the Ecumenical Department of the Church District of Dortmund - 12 heavy folders archive material on the history of the ambulance boat project. It is the estate
Wertvolle Papiere
Heute vormittag ist eine für uns sehr wertvolle Fracht im Referat Ökumene des Kirchenkreises Dortmund gelandet - 12 schwere Ordner Archivmaterial zur Entstehungsgeschichte des Ambulanzboot Projektes. Es ist der Nachlass der Initiatorin des Projektes, Pfarrerin Dorothea Philipps, die im Juni diesen Jahres im Alter von 80 Jahren verstarb.
Chaque fois que j’arrose, je pense à Bolenge
De Hannah de Dortmund La première année après mon voyage au poste jumelé, je n'ai pas eu de la chance. Les plantes n'ont pas eu assez de soleil et les petites plantes rabougries n'ont pas
Bei jedem Gießen denke ich an Bolenge
Im ersten Jahr nach meiner Reise in den Partnerschaftskirchenkreise hatte ich kein Glück. Die Pflanzen hatten nicht genug Sonne und die kümmerigen kleinen Pflanzen sind nicht über eine winzige Blüte hinaus gekommen. Ein Jahr später nun also der zweite Versuch. Die Auberginensamen hatte ich im Herbst 2019 von Rev. Ekonzo, Superintenden in Bolenge, erhalten. Ich habe noch früher angefangen sie auf der Fensterbank vor zu ziehen und ihnen den sonnigsten Platz im Vorgarten reserviert und aus der violetten Blüte wird dieses Jahr tatsächlich eine wunderschöne lila-weiße Frucht.
Abschied nehmen
Am Vorabend der 56. Tour des Ambulanzbootes kommen die Mitglieder des Teams in Bolenge zusammen. Gemeinsam trauern sie um Pfarrerin i.R. Dorothea Philipps, die am 19. Juni 2021 im Alter von 80 Jahren in Dortmund verstorben ist.
Salford Partnerschaft online
Ein Besuch im letzten Jahr musste wegen Corona abgesagt werden. Dabei wollten wir eigentlich zeigen, dass trotz Brexit unsere Freundschaft weiter geht. - Sie geht natürlich auch weiter, aber jetzt online und vielleicht sogar etwas intensiver. Im August trafen wir uns mit unseren englischen Freundinnen und Freuden zum ersten Mal per Zoom. Die Freude auf beiden Seiten war groß, dass wir uns nun alle mal wieder sehen und hören konnten. In der Adventszeit schlugen die englischen Freunde vor, sich zu einem Carol-Singing zu treffen. Das gemeinsame Weihnachtsliedersingen sah dann so aus, dass ein Salforder Gitarre spielte, der Text eines englischen und dann eines deutschen Weihnachtliedes wurden angezeigt und jeder hat alleine vor dem Bildschirm gesungen. Das mag für Außenstehende seltsam klingen, aber wir hatten das Gefühl von Gemeinschaft.
Life has become quieter
by Bernd Hühmer In Germany, the corona pandemic still has us fully under control. Life has become quieter, larger events have long been banned, museums and restaurants are closed. Many people suffer from the prescribed
Das Leben ist stiller geworden
In Deutschland hat uns die Corona-Pandemie immer noch voll im Griff. Das Leben ist stiller geworden, größere Veranstaltungen dürfen schon lange nicht mehr stattfinden, Museen und Restaurants sind geschlossen. Viele Menschen leiden unter der verordneten Einsamkeit.
Es kommt ein Schiff geladen
Habt ihr euch schonmal gefragt, wie viel das Ambulanzboot in der DR Kongo wiegt? Und wie viele Leute auf dem Boot mitfahren und arbeiten? Hier sind einige Zahlen und Fakten: Die durchschnittliche Passagierzahl auf dem Ambulanzboot beträgt 13 Personen. Das durchschnittliche Einzelgewicht beträgt 75 kg. Das sind insgesamt 975 kg.
A ship is coming laden
Have you ever wondered, what the ambulance boat in DR Congo weights? And how many people are traveling with the boat? Here are some numbers and acts: The average person when moving the Ambulance Boat is 13 people. The average individual weight is 75kg. That makes a total of 975 kg.
Aus den Augen aus dem Sinn
Wie groß mag er sein, der Haufen Plastikmüll, den wir selbst durch unseren Besuch in Bolenge hinterlassen haben? Diese Frage stellen wir uns, als wir an einem Stand mit in Plastiktüten verpackten Erdnüssen im Dorf Lilanga vorbei gehen: da wären zunächst die ca. 150 PET-Wasserflaschen mit dem Aufdruck „Canadian pure“, her geschifft aus Kinshasa. Dazu kommen Folien, die wir am Flughafen um die drei mitgeführten Wasserfilter wickeln mussten, damit sie in das Flugzeug durften. Weiter geht´s mit den Verpackungen für Instantkaffee und Milchpulver, für Seife, Zahnpasta und für Waschmittel zum Wäschewaschen. In dem von uns mitgebrachten nagelneuen Trikotsatz für die Mädchenmannschaft von Bolenge war jedes Shirt und jede Hose einzeln in Folie eingeschweißt. Wie ärgerlich! Diese Liste lässt sich noch beliebig weiterführen.
Fojan
Jean Paul Elombe (29) hat am "Institut supérieur de développement rural" in Mbandaka Umwelt und nachhaltige Entwicklung studiert. Momentan sucht er einen Job und macht ein sechsmonatiges Praktikum bei der Caritas. Trotzdem ist er sozial engagiert. Wir haben ihn kennen gelernt, als er in seiner Freizeit als Wächter unseres Gästehauses in Mabandaka auf uns und unsere sieben Sachen aufgepasst hat. Regelmäßig haben wir gesehen, dass er die Zeit auf dem Grundstück auch praktisch genutzt hat, um an einem Laptop zu arbeiten.
Geteilte Leidenschaft
Bei einem spontanen Spaziergang durch Bolenge bleibe ich, Hannah, vor einem Haus stehen. Auf Augenhöhe ranken grüne Blätter über ein findig konstruiertes Holzgerüst. Unter dem ca 1,5m x 4m großen Teppich aus kürbisähnlichen Blättern hängen große Früchte in der Luft. Was für eine tolle Idee - so werden Blätter und Früchte auch bei starkem Regen nicht matschig. Während ich noch grüble, ob die Pflanze eher eine Zucchini oder ein Kürbis ist, kommt der Gärtner Maître Mbokolo aus seinem Haus und schenkt mir kurzerhand zwei seiner tollen grünen Früchte. Er erzählt, dass er pensionierter Grundschullehrer ist und jetzt Gemüse anbaut. Nichts besonderes? Doch!
Made in DRC
Mit einer rasenden Geschwindigkeit düsen wir entgegen der Fahrbahnrichtung durch den Verkehr. Um dem Stau auf unserer Spur zu entgehen, fährt unser Taxifahrer, der uns vom Flughafen aus zum Methodist Presbyterian Hostel (MPH) in Ngaliema bringt, nicht einen Umweg, sondern auf die andere Seite des Mittelstreifens. Eigentlich sollte man meinen, uns pocht das Herz bei dem Gedanken, unangeschnallt mit so einem Fahrstil durch Kinshasa zu brausen - aber wir spüren: unser junger Fahrer lenkt uns souverän und fix durch die hupenden Autos; und das ganze mit dem Steuer auf der rechten Seite, obwohl in Kinshasa Rechtsverkehr ist.
The future is female (die Gegenwart auch)
Das erste Mal treffen wir Frieda (22) am Flughafen in Mbandaka. Sie ist eine der ersten, die uns begrüßt. Frieda studiert Wirtschaft, Verwaltung und Gesundheitsmanagament in Mbandaka. Sie ist ehrenamtlich in der Kirche engagiert, wo sie auch im Partnerschaftskreis mitarbeitet. Am nächsten Tag treffen wir sie wieder - Frieda ist eine der Leadsängerinnen der Gemeindeband in Bolenge, außerdem leitet sie einen Jugendchor. Und da ist ihre Freundin Aminata. Sie studiert Informatik und Pädagogik in Mbandaka und möchte Mathelehrerin werden. Mathematikdidaktik ist ihre Leidenschaft.
Kondemo Bienfait
Was für eine Überraschung! Als Abschiedsgeschenk überreicht uns der Vizepräsident der CDCC, Clement Mputu, ein großes Bild. Fünf Tage lang hat Kondemo Bienfait die Leinwand gestaltet - als Vorlage diente ihm ein Foto, dass unsere vierköpfige Delegationsgruppe am vorletzten Sonntag bei unserem "Auftritt" im Gottesdienst in Bolenge zeigte. Kondemo Bienfait ist ein bekannter Künstler in Mbandaka, und wir fühlen uns sehr geehrt, ein Bild von ihm mit nach Deutschland nehmen zu dürfen.













