Unterwegs in der DR Kongo
Verabschiedung der Grundschulkinder in Inganda/Kirchenkreis Bolenge
In diesen Tagen feierten die Schüler*innen der Grundschule in Bolenge den Abschied ihrer Grundschulzeit. Wir freuen uns mit den Kindern in Inganda, und gratulieren Ihnen und der Lehrerin und Schulleitern Mama Belinda Mosambay zum erfolgreichen Schulabschluss in diesem schwieriegen Jahr.
Partnerschaftsgottesdienst in Bolenge gefeiert
Ein Jahr nach dem Beginn der COVID-19 Pandemie wurde vereinbart, in allen Pfarreien des Kirchenkreises Bolenge einen Dankgottesdienst zu veranstalten, um Gott für seinen besonderen Schutz zu preisen. Er sollte zeitgleich zum Partnerschaftsgottesdienst in Dortmund gefeiert werden. Daher fand es der Superintendent, Pfarrer Jean Robert Ekonzo, angemessen, die folgenden Personen mit der Durchführung des Gottesdienstes im Zentrum der Pfarrei Bolenge zu betrauen:
Culte d’action de grâce au Poste de Bolenge
Une année depuis l’apparition de COVID-19, il a été convenu d’organiser sur l’ensemble des paroisses du Poste de Bolenge des cultes d’action de grâce afin de louer Dieu pour sa protection particulière et ce en collaboration avec le District de Dortmund. Ainsi, le PSP, Rev Jean Robert Ekonzo avait-il trouvé bon d’aligner les personnes suivantes pour la conduite du culte à la Paroisse de Bolenge Centre : Officiante. : Sœur Belinda Mosambay Prière pastorale : Sœurs Frida Lokwa et Belinda Mosambay Lecture biblique: Sœur Gloire Inano ·Prédicateur.: Oscar Pekombe Prière des offrandes : Sœur Aminata Ifonda : Sainte-cène : Révérend Lokwa Exhortation et bénédiction : Révérend Ekonzo.
Church district Bolenge collects collections for Dortmund
On Sunday, June 6th, we celebrated a partnership service in the Reinoldikirche in Dortmund. Partners from numerous countries were represented with digital contributions and an impressive video of the diversity of ecumenical relationships was created. The video can still be viewed HERE.
Kirchenkreis Bolenge sammelt Kollekte für Dortmund
Am Sonntag, dem 6. Juni haben wir in der Reinoldikirche in Dortmund einen Partnerschaftsgottesdienst gefeiert. Partner*innen aus zahlreichen Ländern waren mit digitalen Beiträgen vertreten und es ist ein beeindruckendes Video der Vielfalt der ökumenischen Beziehungen entstanden. Das Video kann HIER noch nachträglich angeschaut werden.
Schneeflocken und Weihnachten
Maj ist Mitglied der Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis Dortmund und dem Kirchenkreis Bolenge. Momentan studiert die Dortmunderin in Österreich. Seit einer Partnerschaftsbegegnung im Oktober 2019 hat Maj Kontakt über WhatsApp mit Frida aus Bolenge: Soeben bin ich gelandet. In Wien. Aus dem karg besetzten Flugzeug ging es direkt in einen menschenleeren Flughafen. Österreich hat ein Einreiseverbot verhängt. Eingereist werden darf nur, wer sich verpflichtet eine zehn tägige Heimquarantäne anzutreten. Nach sechs Tagen darf man sich Freitesten. Ich war über Weihnachten in Dortmund bei meiner engsten Familie, um nicht ganz alleine in Wien zu sein. Jetzt warte ich mit Abstand, bis ich an der Reihe bin, mich zur Quarantäne zur verpflichten. Bundesheersoldaten erklären einem, dass auf keinen Fall die eigene Wohnung verlassen werden darf.
New President of Partnership with Dortmund
We are pleased to announce that we have a new President of the Partnership in the Bolenge church circuit. It is Maman Belinda MOSAMBAY, she is also President of Women Work in the church office of Bolenge. She is a very active and creative young mother.
Neue Vorsitzende des Partnerschaftskreises Dortmund
Wir freuen uns, euch mitteilen zu können, dass wir eine neue Vorsitzende des Partnerschaftskreises Dortmund haben. Es ist Frau Belinda MOSAMBAY, sie ist Präsidentin der Mütter im Kirchenkreis Bolenge. Sie ist eine sehr aktive und kreative junge Mutter. Sie ist die Direktorin eines Kindergartens in Bolenge-pécheurs, 2 km vom Zentrum von Bolenge entfernt.
Möge Gott uns weiterhin beschützen
Während sich die Dortmunder Partner*inen darauf vorbereiteten, 250 Kalender mit Fotos aus Bolenge an ihre Unterstützer*innen, Spender*innen und Freund*innen zu versenden, haben sie von ihren Partner*innen die folgende Nachricht erhalten: Bitte betet für uns, während wir für euch, Brüder und Schwestern in Deutschland, beten. Wir verfolgen das erneute Ansteigen der Covid-19 Fälle bei euch, einschließlich der Todesfälle, die gestern um 952 gestiegen sind. Das ist sehr traurig und beängstigend. In der Demokratischen Republik Kongo hat Präsident Tshisekedi einige Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 ergriffen, nachdem die Fälle wieder zugenommen haben. Zusätzlich zu dieser Ankündigung werden Maßnahmen insbesondere im Bildungsbereich ergriffen. Die Wiedereröffnung von Schulen und Universitäten wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Und auf Schulebene profitieren die Schüler*innen ab diesem Freitag, dem 18. Dezember 2020, von den frühen Ferien.
May God continue to protect us
While the Dortmund partners are preparing to send 250 calendars with photos from Bolenge to its partners and friends, they have received the following message from their partners: Please pray for us as we are praying for you, brothers and sisters in Germany. We are following the growing of the covid 19 cases in your side including the deaths that they noticed yesterday about 952. This is very sad and fear. In DRC, President Tshisekedi has taken some measures to fight COVID -19, after the cases are increasing again. In addition to this announcement, measures will be taken in particular concerning the education sector. The academic re-entry is postponed to a later date. And at the school level, students will benefit from early holidays from this Friday 18th, December 2020.
When it rains…
A week ago we had our first digital partnership session with people who were logged in to computers or mobile phones in Mbandaka and in Dortmund. In addition to members of the partnership group, the Permanent Deputy Superintendent Leonie Grüning from Dortmund attended the meeting - Superintendent Jean-Robert Ekonzo welcomed the group in Bolenge, and also Maman Belinda, Chairwoman of Women's Work, and Frida Bolumbu for the youth. We had a short exchange - and also learned: when it rains, the digital network is not so stable, so we stopped after 30 minutes. But at least we did it: 30 minutes of connectedness through the World Wide Web. We want to repeat that - maybe the sun will shine next time.
Wie kommt Fleisch und Fisch auf meinem Teller?
Zum Mittagessen soll es Fufu, Bohnen, Reis, Hühnchen und Fisch geben. Fufu besteht aus Maismehl und Maniokmehl. Wir freuen uns, heute einmal mit zubereiten zu dürfen. Es ist das erste Mal, dass wir mithelfen dürfen - bislang sind wir als Gäste bekocht worden, und haben (meist nur mit den Männern) gemeinsam am gedeckten Tisch Platz genommen. Die Zubereitung haben die Frauen stundenlang am Vormittag übernommen - sie essen nicht gemeinsam mit uns.
Bateau Ambulance
Und dann liegt es am frühen Morgen endlich vor uns: Am Ufer des Ubangiflusses, im Dorf Bobangi, liegt das "Bateau Ambulance", von dem wir schon so viele Fotos gesehen, so viele Geschichten gehört, so viele Berichte gelesen haben. Für die meisten Mitglieder unserer Delegation ist es das erste Mal, dass wir das Boot besuchen. Als wir am Vorabend nach Einbruch der Dunkelheit in Bobangi ankamen, war es zu dunkel für einen Besuch. Lichtverschmutzung gibt es hier im Equateuer (noch) keine. Aber heute morgen ist es endlich soweit, und wir lernen die Crew der schwimmenden Krankenstation kennen. Dr. Yourssen Bossolo, ein Arzt aus Mbandaka und Bolenge, ist mit einem 13-köpfigen Team bis zu sechs Mal im Jahr meist mehrere Wochen auf dem Kongo und Ubangifluss unterwegs und leistet medizinische Hilfe in entlegenen Dörfern am Fluss. Bei dieser Tour war nun das erste Mal ein Zahnarzt dabei: Harald Flügge ist drei Wochen auf dem Ambulanzboot mitgefahren. Wir haben Ihn in Mbandaka getroffen und er hat uns einen kleinen Einblick in seine Erfahrung an Bord gegeben.
Wir sitzen alle in einem Boot – auch wenn es regnet
Mitten in der Nacht brechen wir auf, um den Rückweg von Lilanga nach Mbandaka anzutreten. Wir haben etwa 200 Kilometer vor uns - eine ganze Nacht und einen ganzen Tag werden wir durchfahren müssen. Unseren Partner*innen ist es wichtig, dass wir noch bei Tageslicht in Mbandaka ankommen - auf den Dörfern war es möglich, auch noch nach Einbruch der Dunkelheit anzulegen. Die Dörfer, so erklären uns unsere Partner*innen, sind sicherer als die Stadt. Diesmal fahren wir auf dem Ubangi flussabwärts, was deutlich schneller geht als auf dem Hinweg, wo wir entgegen der Strömung unterwegs waren. Erst wenn wir im Süden wieder in den Kongostrom abbiegen werden, wird es wieder flussaufwärts gegen die Strömung gehen.
Zurück in die Zukunft III
Wir stellen Andreas, der von 1988 bis 1990 in Bolenge gelebt hat, wieder ein paar Fragen zu seinen Beobachtungen - der erste Teil der Fragen kann HIER, der zweite Teil kann HIER nachgelesen werden. Andreas, du hast zuletzt sehr positiv über die technische und digitale Entwicklung berichtet. Das ist ein Blick auf den Kongo, der zunächst einmal überrascht. Wenn man den Nachrichten in Deutschland so folgt, dann wird über den Kongo doch vor allem im Zusammenhang mit Krieg, Korruption und Krankheiten berichtet. Wie erklärst du dir das? Andreas: Dass ich so positiv berichte, hat auch etwas mit den Mitgliedern der Delegation zu tun, mit der ich in diesem Jahr hier unterwegs bin. Gemeinsam haben wir uns vorgenommen, in diesem Jahr einen Blick auf Ressourcen zu entwickeln. Über Defizite wird ja in der Tat schon genug berichtet. Für mich ist dieser Blick auf Ressourcen aber nicht so neu; ich erinnere mich daran, dass ich schon damals, als ich hier meinen Zivildienst absolviert habe, mehr von Gemeinsamkeiten statt Unterschieden, mehr positiv als negativ erlebt habe. Das Leben hier hat sich für mich nicht als Dauer-Krise angefühlt, und ich denke, das ist es für unsere Partner*innen heute auch nicht.
I`ve got the power
Ruben Ebendémela ist 27 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Wir treffen ihn durch Zufall auf dem Markt in Lilanga. Sein Shop unterscheidet sich sichtbar von den umliegenden Marktständen, deren Produktpalette sich auf den ersten Blick oft nicht sehr voneinander unterscheiden: auf einem Betonfundament steht ein gemauertes Haus mit einem Dach aus Wellblech, auf dem sechs Solarmodule installiert sind. Gemeinsam mit seinem Freund Bernard Kabore Lolembe betreibt Ruben einen Shop, in dem die beiden diverse Kommunikationsdienstleistungen anbieten.
Das Alter eines Baumes
Gemeinsam mit Mitgliedern des Partnerschaftskomitee und der Gemeinden haben wir vier Tage lang die Flüsse Kongo und Ubangi im Westen der Demokratischen Republik Kongo bereist. Unterwegs waren wir in zwei Pirogen, die eng aneinander gebunden waren. Eine Piroge ist ein Einbaum-Boot, also ein Boot, dass in einem Stück aus einem Baumstamm geschnitten wurde. Wir erkundigen uns nach dem Alter der Bäume, schließlich ist es da, wo wir wohnen, Tradition, das Alter von Bäumen zu bestimmen - schon als Kinder haben wir gelernt, an Baumscheiben die Jahresringe zu zählen. Zu unserer Überraschung ist diese Vorgehensweise den Menschen am Equateur nicht bekannt, hier irritiert unsere Frage nach dem Alter des Baumes eher. Oskar Pekombe erklärt uns: "Es ist nicht unsere Kultur, nach dem Alter der Bäume in der Natur zu fragen." In Deutschland sind Wälder oft eine generationenübergreifende Investion. Bäume werden im Hinblick auf nachfolgende Generationen gepflanzt- das erklärt unsere Frage. Diese Frage aber ist für unsere Partner*innen nicht von Relevanz.
















