DR Kongo / Bolenge2019-10-02T14:44:26+02:00

Unterwegs in der DR Kongo

2410, 2019

The future is female (die Gegenwart auch)

24. Oktober, 2019|

Das erste Mal treffen wir Frieda (22) am Flughafen in Mbandaka. Sie ist eine der ersten, die uns begrüßt. Frieda studiert Wirtschaft, Verwaltung und Gesundheitsmanagament in Mbandaka. Sie ist ehrenamtlich in der Kirche engagiert, wo sie auch im Partnerschaftskreis mitarbeitet. Am nächsten Tag treffen wir sie wieder - Frieda ist eine der Leadsängerinnen der Gemeindeband in Bolenge, außerdem leitet sie einen Jugendchor. Und da ist ihre Freundin Aminata. Sie studiert Informatik und Pädagogik in Mbandaka und möchte Mathelehrerin werden. Mathematikdidaktik ist ihre Leidenschaft.

2210, 2019

Kondemo Bienfait

22. Oktober, 2019|

Was für eine Überraschung! Als Abschiedsgeschenk überreicht uns der Vizepräsident der CDCC, Clement Mputu, ein großes Bild. Fünf Tage lang hat Kondemo Bienfait die Leinwand gestaltet - als Vorlage diente ihm ein Foto, dass unsere vierköpfige Delegationsgruppe am vorletzten Sonntag bei unserem "Auftritt" im Gottesdienst in Bolenge zeigte. Kondemo Bienfait ist ein bekannter Künstler in Mbandaka, und wir fühlen uns sehr geehrt, ein Bild von ihm mit nach Deutschland nehmen zu dürfen.

2110, 2019

3:0 für die Mädels aus Bolenge

21. Oktober, 2019|

Zusammen mit an die Tausend Menschen jubelten wir einem unfassbar kitschigen Sonnenuntergang entgegen. Grund dieser euphorischen Stimmung war aber nicht die Sonne, die langsam hinter dem Kongo verschwand, sondern ein Freundschaftsspiel zwischen der Schulmädchenmannschaften von Bolenge und der von Mbandaka. Die jungen Frauen lieferten ein erstklassiges Spiel ab, rannten kontinuierlich übers ganze Spielfeld und hatten einen knallharten Schuss- und das ganze barfuß!

2110, 2019

Wie kommt Fleisch und Fisch auf meinem Teller?

21. Oktober, 2019|

Zum Mittagessen soll es Fufu, Bohnen, Reis, Hühnchen und Fisch geben. Fufu besteht aus Maismehl und Maniokmehl. Wir freuen uns, heute einmal mit zubereiten zu dürfen. Es ist das erste Mal, dass wir mithelfen dürfen - bislang sind wir als Gäste bekocht worden, und haben (meist nur mit den Männern) gemeinsam am gedeckten Tisch Platz genommen. Die Zubereitung haben die Frauen stundenlang am Vormittag übernommen - sie essen nicht gemeinsam mit uns.

2110, 2019

Bateau Ambulance

21. Oktober, 2019|

Und dann liegt es am frühen Morgen endlich vor uns: Am Ufer des Ubangiflusses, im Dorf Bobangi, liegt das "Bateau Ambulance", von dem wir schon so viele Fotos gesehen, so viele Geschichten gehört, so viele Berichte gelesen haben. Für die meisten Mitglieder unserer Delegation ist es das erste Mal, dass wir das Boot besuchen. Als wir am Vorabend nach Einbruch der Dunkelheit in Bobangi ankamen, war es zu dunkel für einen Besuch. Lichtverschmutzung gibt es hier im Equateuer (noch) keine. Aber heute morgen ist es endlich soweit, und wir lernen die Crew der schwimmenden Krankenstation kennen. Dr. Yourssen Bossolo, ein Arzt aus Mbandaka und Bolenge, ist mit einem 13-köpfigen Team bis zu sechs Mal im Jahr meist mehrere Wochen auf dem Kongo und Ubangifluss unterwegs und leistet medizinische Hilfe in entlegenen Dörfern am Fluss. Bei dieser Tour war nun das erste Mal ein Zahnarzt dabei: Harald Flügge ist drei Wochen auf dem Ambulanzboot mitgefahren. Wir haben Ihn in Mbandaka getroffen und er hat uns einen kleinen Einblick in seine Erfahrung an Bord gegeben.

2010, 2019

Wir sitzen alle in einem Boot – auch wenn es regnet

20. Oktober, 2019|

Mitten in der Nacht brechen wir auf, um den Rückweg von Lilanga nach Mbandaka anzutreten. Wir haben etwa 200 Kilometer vor uns - eine ganze Nacht und einen ganzen Tag werden wir durchfahren müssen. Unseren Partner*innen ist es wichtig, dass wir noch bei Tageslicht in Mbandaka ankommen - auf den Dörfern war es möglich, auch noch nach Einbruch der Dunkelheit anzulegen. Die Dörfer, so erklären uns unsere Partner*innen, sind sicherer als die Stadt. Diesmal fahren wir auf dem Ubangi flussabwärts, was deutlich schneller geht als auf dem Hinweg, wo wir entgegen der Strömung unterwegs waren. Erst wenn wir im Süden wieder in den Kongostrom abbiegen werden, wird es wieder flussaufwärts gegen die Strömung gehen.