Das Ambulanzboot ist von seiner 86. Tour zurückgekehrt.

Auf dieser Tour wurden 679 Patienten behandelt, davon 52 chirurgisch. Zusätzlich wurden 847 Personen bezüglich Familienplanung beraten und bei 592 Verhütungsmassnahmen empfohlen. HIV Tests waren sämtlich negativ. Die Behandlungen waren wie immer sehr begehrt, da die lokalen Gesundheitsstrukturen nicht funktional sind. Das Ambulanzboot hatte technische Probleme mit den Außenbordmotoren, diese müssen in der nächsten Zeit ersetzt werden.

In Folge des Ebola-Ausbruchs werden bei den nächsten Touren höhere Kosten anfallen:
Bei der Krankenversorgung sind auch in Bolenge und auf dem Ambulanzboot besondere Sicherheitsvorkehrungen nötig. Die Preise für Masken und Desinfektionsmittel sind vor Ort schon deutlich angestiegen. Daher benötigt das Ambulanzboot dringend Spenden für den erhöhten finanziellen Aufwand, der auch dann entsteht, wenn die Region Équateur und Mbandaka derzeit nicht von dem Ausbruch betroffen ist.

Eine gute Nachricht kommt von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS): Der in Dortmund und Bolenge gestellte Antrag auf Förderung ist erneut für die nächsten drei Jahre bewilligt worden. Somit ist ein Teil der laufenden Kosten gedeckt. Ohne Spenden und lokale Mittel ist der Weiterbetrieb dennoch nicht möglich. Wiederholungsförderungen der EKFS sind ungewöhnlich und sprechen für eine positive Evaluation des Projektes.