Im Rahmen der fast 40-jährigen deutsch-kongolesischen Partnerschaft Dortmund – Bolenge war Laurent Kabuyaya vom 14.11. bis 17.11. in Dortmund.

Das Wochenende stand unter dem Thema des ökologischen Gemüseanbaus.
Freitagabend hat Kabuyaya der Partnerschaftsgruppe von den Erfolgen seiner Arbeit in Bolenge berichtet. Sein „agroökologisches Zentrum“ hilft den Menschen in der Region, bessere Ernten zu erzielen. In Schulungen werden den Menschen die Grundlagen des Bio-Gemüseanbaus vermittelt und sie erhalten hochwertiges Saatgut. Auf Versuchs-Feldern wird daran geforscht welche Pflanzen am besten an das Klima und die Böden angepasst sind. So wurden zum Beispiel 15(!) Sorten Manjok im Vergleich angebaut um die Besten auszuwählen. Neben dem traditionellen Wurzelgemüse lernen die Bauern und Bäuerinnen auch „neue“ Gemüsesorten anzubauen, um eine vielseitige Ernährung zu ermöglichen. Aus Mais, Soja und Hirse wird ein nahrhaftes Porridge hergestellt, das Mangelernährung bei Kindern entgegen wirkt. Der Verkauf des Porridges vergrößert auch den finanziellen Handlungsspielraum der Kirche.

Am Samstag besuchte Laurent mit einer kleinen Gruppe Interessierter die Solidarische Landwirtschaft Kümperheide, wo mit viel Handarbeit Gemüse für die „SoLaWi“-Mitglieder angebaut wird. Beim gemeinsamen Mittagessen kamen Hokkaido Kürbis und Rote Beete vom Acker direkt als Ofengemüse auf den Tisch – Gemüse, das in Bolenge (noch) nicht auf dem Speiseplan steht. Der intensive Austausch mit der Gastgeberin Miriam Fekkak wurde nur dadurch begrenzt, dass noch eine zweite Station auf dem Programm stand: Der Asselner Gemüsegarten wurde erst vor drei Jahren von Nina und Patrick Grothaus gegründet. Seit dem wächst und gedeiht auf der kleinen Fläche in Asseln eine große Menge Gemüse. Besonders interessant, bei der Führung über das Gelände, waren die super spezialisierten „Low-Tech”-Geräte, die unheimlich effizientes Arbeiten ermöglichen. Ihre einfache Konstruktion lädt sicher zum Nachbau in Bolenge ein.

Der Sonntagsgottesdienst in der Hörder Lutherkirche wurde zu einem lebendigen Fest der Gemeinschaft. Ein Kind wurde getauft, Kabuyay hat erneut seine Arbeit vorgestellt und schwungvolle Musik aus Bolenge, so wie Pop- und Gospelsongs haben den Gottesdienst zu einem tollen Erlebnis gemacht.

Sonntag Nachmittag, in der World Press-Ausstellung im Depot, hat ihn besonders die Bilderserie interessiert, die den Klimawandel in seiner Heimatstadt Goma dokumentiert.

Bei einer Führung im Wichern Wohnungslosenzentrum mit Nils Back, dem Leiter des Diakonischen Werks, hat Kabuyaya Einblicke in die diakonische Arbeit in Dortmund gewonnen. Montag hat er die alte Kirche und die Jugendarbeit in Wellinghofen besucht.

Der aufmerksame Zuhörer Kabuyaya hat sich überall fleißig Notizen gemacht.

Mit Mittlerweile hat die Dortmunder Partnerschaftsgruppe die ersten Bilder bekommen, was aus dem mitgenommenen Saatgut in Bolenge gewachsen ist.

Interesse geweckt?! Der Partnerschaftskreis ist immer offen für neue Mitglieder. Kontakt: hannah.kochanek@ekkdo.de
Bei der SoLaWi sind für 2026 noch Gemüse-Anteile frei.
Infos unter https://www.lernbauernhof-schultetigges.de/solawi
Und der Hofladen des Asselner Gemüsegartens ist geöffnet
Mo & Do 16-19Uhr (Asselburgstr. 20 44319 Dortmund).